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Tus Komet Arsten I Handball Herren

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Bericht aus dem Weser Kurier

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Zehn schwache Minuten bestraft

Komet Arsten kassiert unnötiges 27:28
Von Olaf Kowalzik

"Wir haben das Vier-Punkte-Spiel völlig unnötig abgegeben", beklagte sich der enttäuschte Arster Trainer Marc Winter nach der Partie. Der Blick auf die Tabelle täuscht dabei massiv über die bedrohliche Lage hinweg: Die Südbremer logieren zwar nach wie vor auf dem sechsten Platz, vom sieben Ränge schlechter dastehenden Vorletzten TuS Zeven trennt sie aber gerade einmal mickrige drei Punkte. Da ist im Abstiegskampf sechs Spieltage vor dem Saisonende noch alles möglich.

Wie auch im Heimspiel gegen die Niedersachsen. Gegen die hatten die Kometen nämlich an die schwächere zweite Hälfte aus dem Lokalderby in der Vorwoche bei Bremen-Ost angeknüpft. Bis zum 9:9 war die Begegnung ausgeglichen, nach dem 9:11-Rückstand drehten die Hausherren den Spieß aber noch einmal zum scheinbar beruhigenden 15:11-Vorsprung um. Wer hätte da schon gedacht, dass sich das Blatt noch einmal derart wenden würde?

Das tat es aber, weil die Südbremer beste Torchancen vergaben und selbst fast jede Überzahl verloren. "Wir haben einfach zu viele Torchancen vergeben und uns damit quasi selbst geschlagen. Insofern müssen wir uns an die eigene Nase fassen, dass wir den Abstand auf die Abstiegsränge nicht weiter vergrößert haben", so Winter.

Der Drittletzte aus Sulingen glich zum 18:18 aus, bis zum 23:20 legte der Gastgeber aber erneut vor – ehe die finalen (schwachen) zehn Minuten kamen. Und die hatte Winter übrigens nicht nur bei seiner Mannschaft, sondern auch bei den Schiedsrichtern beobachtet. Beim 25:24 sah Arstens Abwehrspieler Stefan Kurp die rote Karte aufgrund eines Foulspiels. Da die Schiedsrichter jedoch vergaßen, die Trainer beider Teams auf eine bevorstehende Spielsperre des Rotsünders ob der Härte des Fouls zu informieren, dürfte Kurp im nächsten Heimspiel am Sonnabend gegen den Aufsteiger HSG Schwanewede/Neuenkirchen II (19.30 Uhr, Egon-Kähler-Halle) um eine Zwangspause herumkommen.

Die Punkte waren aber trotzdem futsch, weil Sulingen das Spiel in Überzahl endgültig drehte und den Ausgleich des Gastgebers mit dem 28:27-Endstand konterte. Damit ist der personell nach wie vor stark gebeutelte TuS Komet Arsten jetzt am Sonnabend gegen die "Schwäne" in der Erfolgspflicht.

TuS Komet Arsten: Johnssen; D. Busch (8/1), Winkler (7), Küsel, Stehmeier, Kurp, E.Busch, Schmidt (2), Zietzschmann (3), Finken (4), Lentz (3)